Foren Daily T... Akku-Werkzeug dauerhaf...
mayseni vor 3 Tagen
Hallo zusammen,

ich nutze mehrere Akku-Werkzeuge regelmäßig in der Werkstatt und frage mich, ob es eine Möglichkeit gibt, diese bei stationären Arbeiten direkt über das normale 230-Volt-Stromnetz zu betreiben, anstatt ständig Akkus wechseln und aufladen zu müssen. Gerade bei längeren Arbeiten ist es teilweise unpraktisch, wenn der Akku leer wird und zunächst ein Ersatzakku eingesetzt oder eine Ladepause eingelegt werden muss. Gleichzeitig möchte ich die vorhandenen Akku-Maschinen weiterhin verwenden und nicht zusätzlich dieselben Werkzeuge noch einmal als klassische kabelgebundene Modelle kaufen. Deshalb würde mich interessieren, ob es spezielle Netzteile oder Adapter gibt, die anstelle des Werkzeugakkus eingesetzt werden und die Netzspannung auf die vom Werkzeug benötigte Gleichspannung reduzieren.

Außerdem frage ich mich, wie eine solche Lösung technisch funktioniert und ob beispielsweise ein 18-Volt-Akku-Werkzeug tatsächlich über eine normale Steckdose betrieben werden kann, ohne dass Veränderungen an der Maschine notwendig sind. Besonders wichtig wäre für mich zu wissen, ob solche Netzteile die hohen Anlauf- und Spitzenströme von Bohrmaschinen, Schraubern, Presswerkzeugen oder anderen leistungsstarken Akku-Geräten verkraften können. Gibt es Unterschiede zwischen Geräten, die nur kurzzeitig hohe Ströme benötigen, und Maschinen, die über einen längeren Zeitraum unter hoher Belastung laufen? Und woran lässt sich erkennen, ob ein bestimmtes Akku-Werkzeug überhaupt für einen solchen Netzbetrieb geeignet ist?

Bei meiner Recherche bin ich auf sogenannte Mainsconnectoren gestoßen. Dabei handelt es sich um spezielle Schaltnetzteile im Akkugehäuse, die anstelle des normalen Werkzeugakkus eingesetzt und auf der anderen Seite mit dem 220- beziehungsweise 230-Volt-Stromnetz verbunden werden. Die Netzspannung wird dabei auf die vom jeweiligen Akku-Werkzeug benötigte Niederspannung umgesetzt. Mich würde interessieren, wie wichtig bei der Auswahl die ursprüngliche Akkuspannung, die maximale Stromaufnahme, der Akkutyp und die konkrete Schnittstelle des jeweiligen Herstellers sind. Auch die Frage, ob ein solcher Mainsconnector grundsätzlich für Dauerbetrieb geeignet ist oder bei leistungsintensiven Maschinen eher für intermittierende beziehungsweise impulsartige Anwendungen vorgesehen ist, wäre für mich wichtig.

Außerdem würde ich gerne wissen, wie es mit Sicherheitsfunktionen wie Kurzschluss-, Überlast- und Temperaturschutz aussieht und was passiert, wenn das angeschlossene Werkzeug mehr Leistung verlangt, als das Netzteil bereitstellen kann. Laut den Produktinformationen gibt es Mainsconnectoren für unterschiedliche Spannungen und Werkzeughersteller, wobei die Belastbarkeit und die mögliche Betriebsdauer vom jeweiligen Modell und von der Stromaufnahme der Maschine abhängen. Könnt ihr mir erklären, worauf man bei der Auswahl eines solchen Netzteils achten sollte, für welche Akku-Maschinen diese Lösung besonders sinnvoll ist und in welchen Fällen man besser weiterhin mit normalen Werkzeugakkus beziehungsweise einem klassischen kabelgebundenen Werkzeug arbeitet?
lisso vor 3 Tagen
Hallo,

ein Mainsconnector ist grundsätzlich dafür gedacht, ein kompatibles Akku-Werkzeug direkt am Stromnetz betreiben zu können, ohne dass der eigentliche Werkzeugakku eingesetzt werden muss. Das Gerät wird dabei nicht unmittelbar mit 230 Volt versorgt, sondern das Schaltnetzteil wandelt die Netzspannung in die niedrigere Gleichspannung um, die normalerweise vom Akku bereitgestellt wird. Der Mainsconnector befindet sich dazu in einem passenden Akkugehäuse und wird wie ein gewöhnlicher Werkzeugakku an der Maschine befestigt.

Das kann insbesondere bei stationären oder längeren Arbeiten interessant sein, wenn eine Steckdose vorhanden ist und Ladezeiten beziehungsweise Akkuwechsel vermieden werden sollen. Unter https://www.akkuline.de/netzteile/mainsconnector werden entsprechende Mainsconnectoren für verschiedene Spannungen und Werkzeughersteller aufgeführt, darunter beispielsweise Bosch, Makita, DeWalt, Milwaukee und Panasonic. Entscheidend ist jedoch, dass das Netzteil hinsichtlich Spannung, Akkuschnittstelle und möglicher Strombelastung tatsächlich zum jeweiligen Werkzeug passt.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Leistungsaufnahme der Maschine. Einige Mainsconnectoren sind vor allem für intermittierende Anwendungen ausgelegt, bei denen kurzzeitig hohe Ströme auftreten, beispielsweise beim Schrauben, Bohren oder Pressen. Bei Geräten mit dauerhaft hoher Leistungsaufnahme kann dagegen eine thermische oder elektrische Grenze des Netzteils erreicht werden, weshalb nicht jedes Akku-Werkzeug uneingeschränkt im Dauerbetrieb betrieben werden kann. Auch ein sehr hoher Anlaufstrom kann dazu führen, dass ein bestimmtes Werkzeug mit einem Mainsconnector nicht funktioniert.

Zur Absicherung verfügen die beschriebenen Modelle unter anderem über Kurzschluss-, Überlast- und Temperaturschutz. Wird eine Schutzgrenze erreicht, kann sich der Mainsconnector automatisch abschalten und nach einer entsprechenden Abkühl- beziehungsweise Wartezeit wieder einsatzbereit sein. Dadurch wird aus einem Akku-Werkzeug funktional eine netzbetriebene Maschine, ohne dass das Werkzeug selbst mit der vollen Netzspannung betrieben wird.

Vor der Auswahl sollte daher nicht nur die auf dem bisherigen Akku angegebene Spannung geprüft werden, sondern auch die exakte Werkzeug- beziehungsweise Akku-Baureihe und die Leistungsanforderungen der Maschine. Besonders sinnvoll kann diese Lösung sein, wenn ein Akku-Werkzeug häufig stationär eingesetzt wird und gleichzeitig die Möglichkeit erhalten bleiben soll, es bei Bedarf wieder mobil mit einem normalen Akku zu verwenden. Bei Maschinen mit sehr hoher dauerhafter Stromaufnahme sollte dagegen zunächst geprüft werden, ob der jeweilige Mainsconnector ausdrücklich für diese Belastung geeignet ist. So lässt sich beurteilen, ob der Netzbetrieb für das vorhandene Akku-Werkzeug technisch sinnvoll ist oder ein klassisches kabelgebundenes Gerät die passendere Lösung darstellt.
mayseni vor 3 Tagen
Hallo,

vielen Dank für die ausführliche und verständliche Antwort, das hat mir bei dem Thema wirklich weitergeholfen. Besonders hilfreich fand ich den Hinweis, dass man nicht nur auf die Spannung des ursprünglichen Akkus achten sollte, sondern auch die Leistungsaufnahme der jeweiligen Maschine und mögliche Anlauf- beziehungsweise Spitzenströme berücksichtigen muss. Mir war vorher nicht bewusst, dass ein solcher Mainsconnector zwar den Akku ersetzen kann, aber je nach Werkzeug nicht automatisch für einen dauerhaften Betrieb unter hoher Last geeignet ist.

Auch die Erklärung zu den Schutzfunktionen bei Überlastung oder zu hoher Temperatur fand ich hilfreich, weil ich mich gefragt hatte, was passiert, wenn das Werkzeug kurzfristig mehr Leistung benötigt, als das Netzteil bereitstellen kann. Für meinen Anwendungsfall klingt die Lösung grundsätzlich interessant, da ich einige Akku-Geräte überwiegend stationär in der Werkstatt verwende und dort sowieso immer eine Steckdose in der Nähe habe. Gleichzeitig möchte ich aber weiterhin die Möglichkeit behalten, die Geräte unterwegs ganz normal mit Akku zu verwenden.

Ich werde deshalb vor einer Entscheidung noch einmal genau prüfen, welche Spannung und Leistung meine vorhandenen Geräte benötigen und ob es für die jeweilige Akku-Baureihe einen passenden Mainsconnector gibt. Gerade der Punkt mit dem Dauerbetrieb ist für mich wichtig, weil ich vermeiden möchte, ein Netzteil auszuwählen, das für die Belastung meiner Maschine nicht ausgelegt ist.

Nochmals vielen Dank für die ausführlichen Informationen und die praktischen Hinweise. Damit kann ich die verschiedenen Möglichkeiten jetzt wesentlich besser einschätzen und weiß auch, auf welche technischen Angaben ich bei der Auswahl besonders achten muss.
BijiGw vor 3 Tagen
Interessantes Thema – gerade bei stationären Arbeiten kann ein Netzadapter für Akkuwerkzeuge wirklich praktisch sein. Entscheidend ist meiner Meinung nach, nicht nur auf die Voltzahl zu schauen, sondern vor allem auf Spitzenstrom, Dauerleistung, Kühlung und die Kompatibilität mit der Akku-Schnittstelle. Ein 18-V-Gerät bedeutet schließlich nicht automatisch, dass jedes 18-V-Netzteil dafür geeignet ist. Bei leistungsstarken Maschinen würde ich außerdem genau auf Überlast- und Temperaturschutz achten. Für kurze Arbeiten mag ein Adapter völlig ausreichen, während bei dauerhaft hoher Belastung ein passendes kabelgebundenes Werkzeug oft die zuverlässigere Lösung bleibt. Beim Stöbern bin ich übrigens auch auf https://7reelz.com.de/ gestoßen.
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