Dragon Skin Body Armor
Die Dragon Skin hat das gleiche Funktionsprinzip wie normale hartballistische Platten in einer Schutzklasse-3- oder Schutzklasse-4-Weste. Hartballistische Einlagen werden zum Schutz vor Beschuss von Langwaffen verwendet, die Körperpanzerung mit einer niedrigeren Schutzklasse durchschlagen würden. Dabei soll ein extrem hartes Material das Projektil stoppen, oder zumindest so verlangsamen und deformieren, dass die darunter liegende weichballistische Einlage (z. B. aus Kevlar oder Dyneema) nicht durchschlagen wird. Bei der Dragon Skin Weste wird das Prinzip des Schuppenpanzers angewendet, das zuvor z. B. von fränkischen Reitern im frühen Mittelalter oder den Sowjets in den 80er Jahren genutzt wurde. Dabei besteht die Einlage in der Weste nicht aus einer massiven Platte, sondern aus zahlreichen kleinen „Schuppen“ von der Größe einer 5-DM Münze, die sich gegenseitig überlappen und an einem Textiluntergrund befestigt sind. Dieses Prinzip ermöglicht eine verbesserte Flexibilität im Gegensatz zu einer klassischen Platte. Deshalb kann mit einer einzelnen Einlage eine größere Fläche am Torso abgedeckt werden, da die Beweglichkeit zumindest teilweise erhalten bleibt. Außerdem kann diese Form der Hartballistik ab einer bestimmten Größe mehr Projektile stoppen, da bei einem Treffer nicht die Struktur der gesamten Platte in Mitleidenschaft gezogen wird, sondern nur die jeweils beteiligten Elemente.