Ein souveräner DSC
19. Manfred-Gall-Gedächtnispokal
Wanner sichern sich nach 1999 zum zweiten Mal den Titel des inoffiziellen Herner Hallen-Stadtmeisters.
4:0-Sieg im Finale über Gastgeber SV Sodingen.
Keine Frage, die 19. Auflage des Manfred-Gall-Gedächtnisturniers war eine runde Sache.
Mit dem DSC Wanne-Eickel, der den Favoriten SC Westfalia Herne im Viertelfinale aus dem Turnier warf, setzte sich hochverdient die beste Mannschaft durch.
Und auch Ausrichter SV Sodingen zeigte sich mit dem sportlichen Abschneiden zufrieden. "Das hat man uns nicht unbedingt zugetraut", war Vehbija Hodzic mit dem Ausgang völlig einverstanden. "Der DSC hat völlig verdient gewonnen", erkannte der SVS-Trainer die 0:4-Finalniederlage seiner Mannschaft neidlos an.
Schade nur, dass es im Spiel um Platz drei zu einem Eklat kam. Die Trainer von Fortuna Herne und Arminia Sodingen hatten sich zu einer ominösen Absprache entschlossen, einem "Nichtangriffspakt", der Veranstalter und Zuschauer gleichermaßen erzürnte. Ohne Kampf, ohne Körperkontakt spulten sie ihr Ding runter, begleitet von Pfiffen und Buhrufen der Fans. "Jeder blamiert sich, so gut er kann", zeigte nicht nur Turnierleiter Heinz Rychlik kein Verständnis für dieses unwürdige Gekicke.
Es war die unrühmliche Ausnahme, denn ansonsten wurden die Fans des Hallenfußballs mit mehr als 170 Toren, packenden Spielen und einigen Überraschungen verwöhnt.
So zum Beispiel im Viertelfinale, als Verbandsligist DSC Wanne-Eickel den zwischen 2000 und 2007 sieben Mal erfolgreichen Oberligisten SC Westfalia Herne fast demontierte. Bereits in den ersten acht Minuten hätten die Schwarz-Gelben den Strünkedern bereits ein halbes Dutzend einschenken können, machten es durch zwei Treffer des groß aufspielenden Yusuf Kaba aber noch gnädig. Im zweiten Durchgang spielte der DSC die Partie klug zu Ende, kam durch Benni Reis sogar noch zum 3:0-Endstand.
Landesligist SV Sodingen hatte da etwas mehr Mühe und setzte sich gegen die SG Herne 70 erst im Neunmeterschießen durch.
Für zwei Überraschungen in der Runde der letzten Acht sorgten zwei A-Ligisten. Jeweils vom Neunmeter-Punkt aus warfen Arminia Sodingen den BV Herne-Süd sowie Fortuna Herne den SV Wanne 11 aus dem Rennen.
Das erste Halbfinale war dann wieder eine klare Angelegenheit. Zweimal Yusuf Kaba und einmal Yusuf Kocakaya besorgten die Treffer zum ungefährdeten 3:0 über Arminia Sodingen. Der SVS musste sich dagegen erneut strecken, setzte sich durch die Tore von Kaya (2) und Inam bei Gegentreffern von Pries und Oruc aber mit 3:2 gegen die Fortuna durch. Über die Farce des kleinen Finales darf kein weiteres Wort verloren werden, im Endspiel wurde dann aber wieder guter Hallenfußball gespielt. Der SV Sodingen kämpfte um jeden Ball, aber gegen die kombinationssicheren und technisch versierten Kicker des DSC war kein Kraut gewachsen. Franko Pepe, Yusuf Kaba und Thomas Syperrek brachten ihr Team mit 3:0 in Front, und dann durfte auch noch Dietmar Gaida ran. Der Mann, der sich auch in der Halle vor keiner Grätsche scheut, zeigte auch Torjägerqualitäten und markierte den 4:0-Endstand. Großer Applaus von der vollbesetzten Tribüne würdigte den verdienten DSC-Erfolg.
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