Zum Thema Thurk:
Reisende soll man nicht aufhalten." Selten passte dieses alte Sprichwort besser als zu Michael Thurk, der sich in den Kopf gesetzt hat, im durchaus höheren Fußballer-Alter noch einmal richtig abzukassieren. Denn dass es dem 30-jährigen Angreifer des FSV Mainz 05 nur um die Kohle geht, steht außer Frage. Thurk glaubte den Gerüchten um angebliches Interesse aus Frankfurt und Leverkusen, wobei vor allem bekannt ist, dass beim letztgenannten Klub richtig viel Geld zu verdienen ist. An diese Fleischtöpfe wollte der gebürtige Frankfurter - um jeden Preis! Dass er dabei den Betriebsfrieden bei seinem Arbeitgeber so vehement störte, bis 05-Manager Christian Heidel überhaupt keine andere Chance mehr sah und die Reißleine zog, zeugt nur davon, dass auch beim "etwas anderen" Bundesligaverein die Normalität eingekehrt ist. Vereinstreue oder gar Dankbarkeit sind in dem knallharten Geschäft nicht zu erwarten. Auch nicht von einem Michael Thurk, den die Mainzer vor zweieinhalb Jahren aus Cottbus zurückgeholt und dem sie überhaupt erst die Möglichkeit gegeben haben, in der Ersten Liga zu spielen. Thurk ist ein Beispiel dafür, dass sich jeder selbst der Nächste ist. Und ein Beispiel dafür, dass auch in Mainz die Uhren nicht anders ticken. Deshalb gilt für den einstigen Karnevalsverein: Willkommen in der Wirklichkeit. Wenn auch mit einem faden Beigeschmack...
Wiesbadener Tagblatt
http://www.wiesbadener-tagblatt.de/meldungen/ob...
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"Wenn Gerster bis zu einem bestimmten Zeitpunkt keinen Verein bringt, der die Ablösesumme zahlt, wird Thurk seinen Vertrag in Mainz zu Ende spielen in Reihe 34 auf der Tribüne und zwar zu den Konditionen, die er vor eineinhalb Jahren unterschrieben hat", erklärte Heidel sauer." ebd.
Rhein-Mainer
http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/mainz-1.html