dann halt vier..
Max Merkel, Bild-Kolumnist und ehemaliger Bundesliga-Trainer, ist tot. Der gebürtige Wiener starb am Dienstagabend (28.11.06) im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Putzbrunn bei München.
Die Familie bestätigte eine entsprechende Vorabmeldung der Bild-Zeitung. Der gebürtige Wiener hatte gleich drei erfolgreiche Karrieren erlebt. Zunächst als eisenharter Verteidiger, wo er sowohl für Österreich, als auch für Deutschland jeweils ein Länderspiel bestritt. Anschließend als Trainer, wo er mit Rapid Wien (1957), 1860 München (1966), dem 1. FC Nürnberg (1968) und Atletico Madrid (1973) insgesamt vier nationale Meistertitel gewann. Und schließlich 28 Jahre lang als Kolumnist der Bild-Zeitung.
"Verlust einer Persönlichkeit"
Beim "Club", der unter dem Trainer Merkel seine bislang letzte deutsche Meisterschaft gewonnen hatte, herrscht große Trauer. "Max Merkel war ein erfolgreicher, großer Fußballtrainer. Der 1. FCN und der Fußball in Deutschland haben ihm unendlich viel zu verdanken. Wir in Nürnberg erinnern uns gerne an ihn", sagte Club-Präsident Michael A. Roth. "Er war in seiner Zeit einer der besten Trainer in Deutschland", sagte Bayern Münchens Trainer Felix Magath nach der Kunde von Merkels Tod: "Der deutsche Fußball beklagt den Verlust einer Persönlichkeit."
Zuckerbrot und Peitsche
Merkels Motto war "Zuckerbrot und Peitsche", damit musste er bei seiner ersten Station als niederländischer Nationaltrainer (1954 bis 56) in achtzehn Spielen nur eine Niederlage hinnehmen, besiegte unter anderem auch Weltmeister Deutschland am 24. März 1956 in Düsseldorf mit 2:1. In München und Nürnberg wurde er im Jahr nach dem Titel jeweils entlassen, der FCN stieg anschließend sogar als bis heute einziger Titelverteidiger ab.
Schönste Zeit in Spanien
Anschließend ging Merkel nach Spanien, zunächst zum FC Sevilla. "Das war vielleicht die schönste Zeit", sagte er: "Weil das alles mit menschlicher Wärme verbunden war." Doch schon zu seiner Zeit in Madrid Mitte der 70er Jahre, kaufte er sich ein Reihenhaus in Putzbrunn vor den Toren Münchens, wo er zuletzt mit seiner Ehefrau Marion zurückgezogen lebte. Seitdem er auf Grund von Rückenbeschwerden auf das Tennisspielen verzichtete, widmete er sich mehr und mehr klassischen Konzerten. Auch ein Wein-Liebhaber war Merkel, aber andere als österreichische kamen ihm nicht auf den Tisch.
Es merkelt nicht mehr
Seine Kolumne pflegte der Vater einer Tochter (Maxi, 34), der für zwei Kurzgastspiele (Schalke 1975/76 und Karlsruhe 1981/82) nochmal in die Bundesliga zurückkehrt, bis zuletzt. Noch in diesem Sommer hieß es "Max merkelt wieder". Mit Biss, Ironie, nicht selten polemisch und verletzend. Bei den Lesern erfreuten sich seine Bestandsaufnahmen der Bundesliga-Klubs im Sommer und Winter aber größter Beliebtheit.
Fand den man schon

vorallem seine Sprüche.. Einige seiner

Sprüche
"Im Training habe ich mal die Alkoholiker meiner Mannschaft gegen die Anti-Alkoholiker spielen lassen. Die Alkoholiker gewannen 7:1. Da habe ich gesagt: Sauft's weiter!"
"Basler ist die teuerste Parkuhr der Welt. Er steht rum - und die Bayern stopfen das Geld rein."
"Früher hatte er Mühe Omelett von Hamlet zu unterscheiden." (An Otto Rehagel)
http://sport.ard.de/sp/fussball/news200611/29/m...