Keine Nummer 10 für Bayern!
München - Peu a peu macht der FC Bayern München Nägel mit Köpfen.
Nach wie vor auf Einkaufstour: Karl-Heinz Rummenigge (l.) und Uli Hoeneß
Vorschau Nach wie vor auf Einkaufstour: Karl-Heinz Rummenigge (l.) und Uli Hoeneß
Fünf Spieler (Hamit Altintop, Jose Ernesto Sosa, Jan Schlaudraff, Luca Toni und Marcell Jansen) hat der Rekordmeister in seiner groß angelegten Offensive auf dem Transfermarkt bereits eingetütet.
Am Mittwoch bestätigten die Bayern den Transfer von Toni endgültig. Wie der Vorstand um den Vorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge in einer Presseerklärung mitteilte, erhält der 30 Jahre alte Weltmeister beim deutschen Rekordmeister einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011.
Die Ablösesumme für den Angreifer liegt nach Angaben der Münchner bei elf Millionen Euro.
Kein Spielmacher erwünscht
Doch unter all den Neuen befindet sich kein Spielmacher. Und das wird auch so bleiben.
"Wir haben mit Trainer Ottmar Hitzfeld klar besprochen, wie er sich die Taktik vorstellt. Danach haben wir eingekauft. Wir werden deshalb definitiv keine Nummer 10 verpflichten", sagte Vorstandsboss Rummenigge der "Sport-Bild".
Hitzfeld will über die Flügel spielen lassen
Hitzfeld habe den Vorstand darüber informiert, dass er nächste Saison über die Flügel und ohne Regisseur spielen will", so Rummenigge weiter.
Der 51-Jahrige bestätigte zugleich Bayerns Interesse an einer zeitnahen Verpflichtung von Miroslav Klose.
"Ich bin überzeugt, dass er am 1. Juli 2008 zum FC Bayern kommt. Ablösefrei. Bis dahin haben wir die Entscheidung von Werder Bremen zu akzeptieren.Aber wenn die Verantwortlichen von ihrer Ankündigung Abstand nehmen sollten und bereit wären, ihn im Sommer innerhalb Deutschlands abzugeben, klappt es ja vielleicht früher", so Rummenigge.
Keine Einigung mit Ribery
Eine Einigung mit Franck Ribery von Olympique Marseille wollte Rummenigge derweil nicht bestätigen.
Zudem kündigte der Bayernboss, künftig die Zügel ordentlich anzuziehen. "Ab sofort müssen sich die Spieler daran gewöhnen, dass das Klima rauer wird. Zuletzt hatte ich das Gefühl, es haben zu viele Spieler zu wenig gegeben und kräftig genommen. Wer jetzt nicht Gas gibt, kriegt Probleme."
Schweinsteiger und Podolski unter Druck
Ein besonderes Augenmerk liegt auf Bastian Schweinsteiger (Rummenigge: "Er muss schnell wieder in die Spur zurückkommen") und Lukas Podolski.
"Für Poldi war dieses Jahr ein Kulturschock. Wenn er beim 1. FC Köln mal ins Schwitzen kam, brachten ihm sofort zwei Leute ein Handtuch. Hier gibt es einen anderen Druck. Ich glaube, dieses Jahr war für ihn sehr hilfreich, um nächste Saison endlich Vollgas zu geben", erklärte Rummenigge.
-----> Und wieder kein Titel