[Quelle:
http://www.dwd.de/ ]
Frostige Nacht, gebietsweise unter -20 Grad:
Die Nacht zum Dienstag brachte vor allem von Nordrhein-
Westfalen über das südliche Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und
Thüringen bis zum südlichen Brandenburg und nach Sachsen den
angekündigten knackigen Frost mit Tiefstwerten teils unter -20
Grad. Im DWD-Messnetz registrierte dabei die automatische
Wetterstation Garsebach bei Meißen (Sachsen) mit stattlichen
-24,8 Grad den kältesten Wert. Weder räumlich noch
temperaturmäßig weit davon entfernt wurden am Messpunkt in
Dippoldiswalde-Reinberg -24,5 Grad, in Doberlug-Kirchhain
(südliches Brandenburg) -24,2 Grad gemessen. Doch auch weiter
im Westen wurde die -20-Grad-Marke örtlich gerissen, wie
beispielsweise an der automatischen Wetterstation in Bökenförde
bei Lippstadt mit -23,2 Grad. Dabei spielen die örtlichen
Gegebenheiten, wie bei den nächtlichen Tiefstwerten üblich,
natürlich eine große Rolle. Da sich in Mulden und Senken sowie
in Mittelgebirgstälern die schwere Kaltluft am Grund ansammelt,
kann es in unmittelbarer Nähe zu diesen Kältelöchern durchaus
einige Grad milder sein. Anders herum dürfte es auch
entsprechen gelegene Orte mit noch niedrigeren Temperaturen
gegeben haben.
Für die sensationsliebende Journaille sei erwähnt, dass die
Werte für Dippoldiswalde-Reinberg und Lippstadt-Bökenförde
durchaus Stationsrekorde für den Monat Januar darstellen.
Allerdings wird dort erst seit 1980 (Lippstadt) bzw. 1991
gemessen, so dass niemand weiß, was in den richtig kalten
Wintern früherer Jahrzehnte dort für Temperaturen herrschten.
Die Station Doberlug-Kirchhain hat dagegen deutlich den
bisherigen Rekord verfehlt. Am 14. Januar 1987 war es mit einem
Minimum von -27,2 Grad noch ein ganzes Stück frostiger.
Dipl.-Phys. Ansgar Engel
Deutscher Wetterdienst
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